Für die Zukunft sollten wir uns schon deshalb interessieren, weil wir den Rest unseres Lebens in ihr verbringen werden. Dabei verhalten wir uns schon immer ‚irgendwie‘ zur Zukunft: in Vorfreude, Zweifel und Furcht oder in Ignoranz ihr gegenüber. Zuweilen zwingt uns das Zukünftige, eine Haltung der Vorsicht, Vorsorge oder Prävention einzunehmen. Gerade im Blick auf aktuelle Fragen wird das sofort deutlich: Der Klimawandel, das Artensterben, auch die Sorge um demokratische Strukturen und deren ganz eigene Zukunft zwingen uns jetzt, auf bestimmte Weise zu handeln. Und die Theologie? Offenbar enthält der Glaube erstaunlich klare Vorstellungen darüber, wie Menschen sich auf Zukunft ausrichten sollen, nämlich in Hoffnung - und nicht in Resignation. Glaube wäre dann ein stets hoffnungsvoller Glaube und überaus zukunftsträchtig. Im Kurs wollen wir diesen spannungsreichen Fragen anhand einschlägiger Texte, aber auch mit Hilfe diskussionswürdiger Thesen sowie eigenen Eindrücken und Erfahrungen aus der Praxis nachgehen; und dies in verschiedenen Formaten gemeinsamer Arbeit. Vielleicht sieht die Zukunft ja schon anders aus, wenn sich der Blick auf sie etwas verändert hat?