Als Jakob von seinem Traum erwacht, wird ihm klar: „Fürwahr, Gott ist hier und ich wusste es nicht.“
So viele Geschichten der Bibel erzählen davon, dass der Boden unter unseren Füßen heilig ist. Dass Gott oft gerade da erfahren wird, wo wir sind, obwohl wir ihn dort oft gar nicht vermuten und manchmal gerade da gar nicht sein wollen.
In diesem Kurs spüren wir diesen Orten im eigenen Leben nach.
Wir erzählen uns von den Gotteserfahrungen, die wir oft genug erst im Nachhinein „deuten“ konnten und dem, was sie für unser Leben bedeuten.
Wir geben dem heilsamen Erschrecken darüber eine Chance, dass Gott manchmal gerade da sein Zelt aufschlägt, wo wir uns gerade befinden, manchmal ganz anders anwesend ist als wir ihn zu sehen oder zu erwarten gewohnt sind.
Jakob wusste es nicht auf seiner Flucht. Als er aber im Traum den Himmel über ihm offen sieht und die Verbindung zwischen seiner und einer anderen Wirklichkeit so offensichtlich und so von Engeln „bevölkert“, da baut er einen Altar, um diesen Ort zu markieren.
Und wir tun es auch.
Biblische Texte ins Gespräch bringen, erzählen, zuhören, staunen, lesen, schreiben, still werden, Zeuge sein, gehört genauso zum Programm der Tage wie ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Leib.