Rund 10.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das Leben, die Tendenz ist leicht ansteigend. Zu jedem Suizid gehören im Schnitt acht bis zehn Personen, die unmittelbar davon betroffen sind: Familie, Freundeskreis und Arbeitsumfeld. Die Zahl der versuchten Suizide ist sehr viel höher.
Im pastoralen Alltag werden Pfarrpersonen immer wieder mit diesem Thema konfrontiert: in der Notfallseelsorge nach einem Suizid, in der Gestaltung von Abschiedsfeier und Beisetzung, in der oft herausfordernden Begleitung von An- und Zugehörigen.
In diesem Kolleg geht es um dieses ganze Spektrum an Themen:
- Darum, wie hilfreiche Begleitung aussehen kann im Angesicht eines Suizids.
- Um die Gedankenkreise, mit denen die An- und Zugehörigen unweigerlich umzugehen haben, wenn ein Suizid ihr Leben versehrt hat: Fragen nach dem Warum, Fragen danach, ob es zu verhindern gewesen wäre, Schuld(gefühle), erschwerte Trauer und eigene Verzweiflung.
- Um Suizidprävention und Erfahrungen von denen, die sich in Institutionen, Gruppen und Verbänden der Suizidprävention verschrieben haben und dazu beitragen wollen, Menschen im Leben zu halten.
- Um wachsende Sensibilität dafür, welche Signale Menschen aussenden, die nicht mehr weiterleben wollen oder können.
- Um hilfreiche Kommunikation und Krisenintervention.