Gott der Allmächtige, der Allwissende, die Kraft, die alles zum Guten wendet und dabei so verlässlich wie vorhersehbar ist, ist für eine wachsende Zahl Menschen keine Adresse mehr in den Herausforderungen ihres Lebens. Längst stehen drängende Fragen nach der Aktualität und Wirklichkeitsnähe unserer Gottesbilder im Raum.
Wie können wir Gott denken, wie vom Heiligen sprechen, wie in Beziehung treten zum Lebensstrom selbst, der sich unseren Bemächtigungsversuchen beharrlich entzieht und dessen vielleicht wichtigstes Prinzip das schöpferischen Werdens ist? Wie können wir die Krise überlieferter und lange vertrauter Gottesbilder als geburtlichen Ort begreifen, einen Schritt aus der Gewissheit ins Unbekannte wagen und auch unser eigenes Werden würdigen?
In diesem Kurs tauchen wir in poetische und theologische Motive ein, die die Idee von Gott als Werdendem entfalten. Wir üben, diese in der Westkirche wenig vertraute Vorstellung in unsere spirituelle Praxis zu integrieren. Mit Impulsen aus Prozesstheologie, zeitgenössischer Mystik, aus Poesie und Kunst, Sitzen in Stille, gemeinsamem Singen, Einzel-/Gruppenarbeit und Austausch im Plenum.
Hinweis
Die Kinderbetreuung findet auch während dieser Kurswoche im Ratzeburger Domkloster statt. Bitte planen Sie die Wegzeiten von der Bäk aus ein und überlegen Sie, wo Eltern-Fahrgemeinschaften sinnvoll sein könnten.