Wut und Aggression sind starke Emotionen – oft tabuisiert, auch in unseren kirchlichen Kontexten. Doch sie gehören zum Lebendigsein und zeigen sich auch im Alltag seelsorglicher Begegnung: in unausgesprochenem Ärger, versteckten Konflikten oder in offener Konfrontation. Wie gehen wir als Seelsorger*innen mit diesen starken Emotionen um? Wie erkennen wir passive oder unterdrückte Aggression? Und wie können wir selbst Wut als kraftvolle Ressource nutzen statt sie zu verdrängen, für uns selbst und auch für die, die Seelsorge suchen?
Der Kurs lädt dazu ein, sich intensiv mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Durch Impulse für theologische und psychologische Annäherung, Körperarbeit, Reflexionsübungen und praktische Fallbesprechungen werden wir:
• der eigenen Geschichte und Haltung zu Wut und Aggression auf die Spur kommen,
• das Tabu im kirchlichen Kontext hinterfragen,
• subtile und offene Aggressionsformen in der Seelsorge erkennen lernen,
• körperliche Ausdrucksformen von Wut erkunden,
• Wege erproben, mit der Wut von Seelsorge-Suchenden und der eigenen Wut hilfreich umzugehen,
• seelsorgliche Strategien für herausfordernde Begegnungen entwickeln.